Messemarathon

Raus aus dem Büro, ab zur Innotrans: Die weltgrößte Messe für Verkehrstechnik lockt mit mehr als 3.400 Ausstellern aus 62 Ländern. Doch so spannend es ist, sich unter die Besucher zu mischen, so anstrengend ist es auch. Damit ihr jede Messe sicher übersteht, haben wir euch ein paar Tipps zusammengestellt.

 

1. Bereitet euch vor!
Koordiniert eure Termine schon im Vorfeld: 14:15 Uhr in Halle A, 14:45 in Halle Z am anderen Ende des Messegeländes? Schlechte Idee! Und die wird nicht besser, wenn ihr keine Ahnung habt, wie ihr überhaupt von Halle A zu Halle Z kommt. Also: Checkt vorher den Hallenplan. Und druckt ihn aus oder speichert ihn irgendwo (siehe Tipp 5). Wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr auch gleich nach guten (kostenlosen) Essensgelegenheiten Ausschau halten (siehe Tipp 2). Plant dann eure Termine vernünftig, also mit großzügigem Puffer. Nichts ist peinlicher, als auf den letzten Drücker (oder gleich zu spät, siehe Tipp 3) und völlig abgehetzt beim Gesprächspartner aufzuschlagen und sich dann vorzeitig zu verabschieden, weil „noch ein dringender Termin“ wartet, zu dem ihr natürlich auch zu spät kommt, weil Halle Z so wahnsinnig weit weg … ich nehme an, ihr habt es verstanden. Nehmt euch genug Zeit für eure Termine, jeder von ihnen ist ein potenzieller Auftrag.

2. Nehmt genug Geld mit (oder etwas zu essen)!
Anzug: Check; Präsentation: Check; Smartphone: Check. Bargeld: Ups! Das sollte euch nicht passieren, denn der Messebesuch ist teuer. Sehr teuer. Ein Hotdog kostet euch schnell mal fünf Euro (in diesem Fall ist Hotdog ein Euphemismus für Bockwurst), für eine richtige Mahlzeit wird sogar ein gefühltes Monatsgehalt fällig. Deshalb entweder genug Geld mitnehmen – oder sich schon im Vorfeld um den berühmten Klappschmier, Obst etc. kümmern. Profitipp: An großen Ständen gibt es Sandwiches oder andere Kleinigkeiten. Mischt euch unauffällig unter die Leute und haut rein! In dem Gewusel weiß eh niemand, wer zu wem gehört.

3. Seid zu früh da!
Zugegeben, Pünktlichkeit ist selbstverständlich. Bei Messen gilt das aber doppelt. Wenn Ihr euren ersten Termin um neun Uhr habt, plant für acht Uhr. Schon der Weg zur Messe kann zur Tortur werden, weil sämtliche Verkehrsmittel mit Anzugträgern vollgestopft sind. Und wenn ihr es zur Halle geschafft habt, sind die Eingänge dank des Ansturms garantiert verstopft. Der Tipp gilt auch nach eurer Ankunft: Plant Zeitpuffer für die Wege ein. Die sind nämlich unerträglich lang, während ihr in den verstopften Gängen zur lahmen Ente werdet.

4. Kleidet euch vernünftig!
Um den Anzug oder das Kostüm kommt ihr wohl nicht herum, sorry. Aber ihr könnt darauf achten, möglichst bequeme Schuhe zu tragen. Ihr werdet nämlich viel wandern! Unsere Handys haben während der Innotrans täglich 15.000 bis 20.000 Schritte gezählt – damit sind wir vermutlich nicht einmal Spitzenreiter. Die High Heels also besser zuhause lassen. Bedenkt außerdem, dass die Klimaanlagen auf Messen oft auf „südliche Antarktis“ eingestellt werden, also nehmt nicht die Sommer-Garderobe mit, sondern vielleicht das etwas dickere Hemd. Wäre doch schade, wenn ihr neben den coolen Schlüsselanhängern auch noch eine Erkältung als Andenken mit nach Hause nehmt.

5. Vertraut keiner Technik! Niemals!
Viele Messen haben heute freies WLAN – zumindest theoretisch. Praktisch passiert das, was immer passiert, wenn sich Tausende in kurzer Zeit in ein Netz einwählen: Es kapituliert. Die Betroffenen nutzen dann das mobile Netz, das natürlich auch zusammenbricht. Heißt: Verlasst euch nicht darauf, über eine Internetverbindung zu verfügen. Speichert wichtige Daten wie Termine oder Hallenpläne lokal auf eurem Handy. Apropos Handy: Wenn ihr wisst, dass ihr viel schreiben müsst (so wie wir), dann tut euch, euren Fingern und euren Nerven einen Gefallen und nehmt einen Laptop mit. So toll Touchscreens sind, so wenig Spaß macht es, Texte auf ihnen zu schreiben. Da ist die gute, alte Tastatur deutlich besser. Ihr werdet auf jeder Messe irgendwo einen einigermaßen geeigneten Ort zum Schreiben finden – etwa das Pressezentrum, den Außenbereich oder das Messerestaurant (dann aber genug Geld dabeihaben, siehe 1.). Euer Handy werdet ihr trotzdem häufig nutzen. Deshalb zur Sicherheit eine Powerbank mitnehmen.

Mit diesen Tipps könnt ihr den kleinen Stolperfallen, die Messebesuche für euch bereithalten, hoffentlich ausweichen und euch auf Wesentliche konzentrieren. Eigentlich sind Messen ja auch eine schöne Abwechslung zum Büroalltag – jetzt könnt ihr sie auch genießen!
 

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