Corona mit krassen Nebenwirkungen

Über viele Wochen entwickelte sich Corona zwar bedrohlich, aber weit weg in China. Auch als das Virus die ersten Deutschen – ein gutes Dutzend Webasto-Mitarbeiter – in Bayern traf, verfolgten wir die Nachrichten zwar aufmerksam, aber tiefenentspannt. Mit dem Karneval in Heinsberg kam die Epidemie nach Nordrhein-Westfalen. Plötzlich machte sich mehr und mehr Unruhe breit.

Spätestens als Ende letzter Wochen die ITB in Berlin und der Autosalon in Genf abgesagt wurden, war uns klar: Jetzt halten die Corona-Auswirkungen auch uns in Atem. Für zwei unserer Kollegen stand zum Beispiel der Besuch der IT-Trans in Karlsruhe an. Sie wurde aber abgesagt. Das bringt Verunsicherung und stellt unsere gesamte Planung auf den Kopf:

  • Seit Wochen mühsam angebahnte Kundentermine sind passé
  • Artikel für ein Kundenmagazin fallen ebenso weg wie vorbereitete Beiträge für die Social-Media-Kanäle
  • Hotelzimmer und Zugtickets mussten storniert werden

 

Millionenschaden im Messebau

Für die PR- und Marketingabteilungen wird Corona aber weit über die Ansteckungswelle hinaus gravierende Nebenwirkungen entfalten. Zahlreiche Autos, die in Genf gezeigt werden sollten, wurden per Online-Video auf Twitter und Youtube präsentiert. Klassische Messeformate dürften in Zukunft hinterfragt werden. Was die mehr als 230 Messeabsagen für unsere Partner im Messebau bedeuten, möchten wir uns gar nicht ausmalen. Der Fachverband Messe- und Ausstellungsbau rechnet schon jetzt mit 423 Mio. Euro Verlust. Insolvenzen und Kurzarbeit werden auch Caterer, Hoteliers und Standpersonal treffen. Presse- und PR-Agenturen wie die unsere werden zumindest in den nächsten Monaten mit extrem großen Unwägbarkeiten kämpfen. Welches Event findet statt? Gibt es alternative Präsentationsplattformen? Wer bezahlt die Vorleistungen, wenn kurzfristige Absagen erfolgen? Und während wir gerade über diesen Blogbeitrag sprechen, gibt es die nächsten Corona-Nachrichten: Erster Fall im Kreis Gütersloh bestätigt. Und jetzt auch einer in Lippe. In den kommenden Wochen ist Resilienz gefragt, um immer besonnen und ruhig zu reagieren.

 

Bahn sehr kulant

Doch bei all der Aufregung haben die Absagen auch ein Gutes: Wir sparen viel Fahrtzeit für An- und Abreise. Wir minimieren unser persönliches Risiko, selbst an Corona zu erkranken, indem wir große Menschenansammlungen meiden. Und zu guter Letzt: Die Deutsche Bahn will aus Kulanzgründen sogar nicht stornierbare Sparpreis-Tickets für die Fahrt erstatten. Respekt, dafür wollen wir die oft kritisierte Bahn einmal ausdrücklich loben.

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