Lithium gilt als essenziell für die Energiewende, weg von fossilen Energieträgern. Der Rohstoff findet sich nicht nur in Lithium-Ionen-Akkus, die in Elektromobilen verbaut werden, sondern beispielsweise auch in Smartphones und Tablets.
Das Problem: Lithium zählt zwar NICHT zu den Seltenen Erden. Dennoch ist die Bundesrepublik gegenwärtig zu fast 100 Prozent auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Eine heimische Förderung könnte bestehende Rohstoff-Abhängigkeiten deutlich verringern.
Neptune Energy Deutschland hat nach eigenen Angaben die bergrechtliche Genehmigung zur Gewinnung des Rohstoffs in der Altmark erhalten. In einer Pilotphase werden nun verschiedene Technologien getestet, um Lithium aus Thermalwasser zu extrahieren. In Fachkreisen gilt das als vergleichsweise umweltschonend.
Was aus wirtschaftsstrategischer Sicht als weiterer Pluspunkt für die Altmark gilt: Dort wird schon seit 1969 Erdgas gefördert und Lithium wurde bereits in den 1970er Jahren durch die Gasförderung nachgewiesen. Zu diesem Zweck wurden mehr als 600 Tiefbohrungen abgeteuft, um die Gesteinsschichten zu erkunden. Durch die nachhaltige Umnutzung der bestehenden Erdgasinfrastruktur können laut Neptune Energy die Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Minimum reduziert werden. Das Unternehmen verspricht: „Einen offenen Tagebau und große Verdunstungsteiche – wie sie aus Australien, Chile oder China bekannt sind – vermeiden wir vollständig.“
Auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es Lithium-Abbauvorhaben, darunter in Brandenburg und Niedersachsen, im sächsischen Erzgebirge und im Oberrheingraben im Südwesten Deutschlands.
Quellen: Neptune Energy, mdr, tagesschau.de
Foto: Neptune Energy Deutschland GmbH
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