Karneval: 300 Tonnen Süßes allein in „Kölle“

„Alaaf“ und „Helau“! Beim Karneval und besonders am Rosenmontag feiern Jecken und Narren in ganz Deutschland den Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“.

Bekannte Party-Hotspots:

➡ Die Hochburg Köln lockt mit ihrem „Zoch“ jedes Jahr 1,5 Millionen Besucher an.

➡ In Düsseldorf kommen beim Rosenmontagszug etwa 700.000 zusammen.

➡ In Mainz schauen sich etwa 550.000 Jecken den Umzug an.

➡ In Aachen sind es etwa 240.000.

Die Umzüge in den Großstädten sind organisatorische Großprojekte. Während die Menschen ausgelassen feiern, läuft hinter den Kulissen eine perfekt abgestimmte Logistik. Binnen weniger Tage müssen Hunderte Tonnen Wurfmaterial, Getränke undAusrüstung von A nach B transportiert werden. Das geschieht „just in time“, denn die Anlieferung und Verteilung der „Kamelle“ und „Strüßjer“ (so heißen kleine Blumensträuße auf Kölsch) muss präzise auf die Abfolge der Karnevalswagen und Fußgruppen abgestimmt sein.

Allein in „Kölle“ fliegen knapp 300 Tonnen Süßigkeiten und andere Artikel von den Wagen in die Menge.
Darunter sind etwa

➡ 700.000 Tafeln Schokolade,

➡ 220.000 Pralinenschachteln

➡ und 300.000 der besagten „Strüßjer“.

Freude und Feierei haben aber auch eine „Kehrseite“: Rosenmontagszüge und Straßenkarneval hinterlassen eine Menge Müll. In Köln, Düsseldorf und Mainz wird mit zusammen rund 700 Tonnen gerechnet. Bereits zum Sessionsauftakt am 11. November 2025 fielen in Köln etwa 90 Tonnen Müll an. Der Abfall besteht überwiegend aus Kamelle- und Strüßje-Resten, Plastikbechern, Glasflaschen und Party-Deko. Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch sind in Köln über 1.000 Mitarbeitende im Einsatz, um die Stadt zu säubern. Am Rosenmontag kümmern sich 450 Mitarbeitende und 200 Fahrzeuge um die Überreste.

Das Aufräumen nach dem „Zoch“ beginnt, sobald der letzte Wagen einen Abschnitt passiert hat. Nach einer groben Säuberung durch manuelle Kehrtrupps kommen große Kehrmaschinen zum Einsatz. Die Hauptstrecken werden oft innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach Zug-Ende gereinigt, um sie wieder für den Verkehr freigeben zu können.
 

Quellen: statista, vku_kommuna , Festkomitee Kölner Karneval, awbkoeln

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