Mein Digitales Ich

Für Digital Natives (ab Jahrgang 1980) gibt es gar keinen Unterschied zwischen ihrer digitalen Identität und ihrer realen Persönlichkeit. Das Netz schafft nur eine Erweiterung ihres Lebensraums, die sie als selbstverständlich betrachten.

Viele meiner (etwas älteren) Generation tun sich oft schwer damit, ihr Digitales Ich, das auch ohne ihr Zutun existiert, anzunehmen und zu pflegen. Ich weiß daher, dass die Gründe hierfür vielfältig sind: Unbeholfenheit bei der Nutzung von digitalen Geräten, Überforderung mit der Breite der Kommunikationskanäle und der Fülle der Webinhalte sowie, ganz aktuell, mangelndes Vertrauen in die Datensicherheit. 

Digitale Präsenz will gepflegt sein

Dabei ist es heute elementar, sich gut um seine digitale Identität zu kümmern. Selbst diejenigen, die vielleicht gar nichts professionell mit der digitalen Welt zu tun haben, zeigen Präsenz durch Profile in Business-Portalen wie Xing oder LinkedIn sowie Fachportalen wie dasauge.de. Denn wer möchte nicht im beruflichen Kontext gut und schnell im Web gefunden werden? Regelmäßige Beiträge auf Twitter, Facebook, in Blogs und Foren, das Schreiben von Kommentaren und Bewerten von Inhalten erhöhen die Sichtbarkeit und helfen, das eigene digitale Profil zu schärfen.

Gesunde Selbstdarstellung

Sicherlich ist dieser Umgang der „Persönlichkeitspflege“ für PR-Fachleute und Kommunikationsprofis einfacher – sie gehört zu unserem Job wie die Pressemitteilung oder ein Kundenevent. Und natürlich benötigt es Zeit, Profile in den unterschiedlichen Netzwerken aktuell zu halten, relevante Inhalte zu prüfen und zu bewerten oder eigene Ideen und Gedanken zu posten. 

Aber ist es nicht immer wieder eine Freude, positives Feedback, konstruktive Kritik oder ein einfaches Like für die eigenen Inhalte zu erhalten? Da fühlt sich auch das ganz analoge Ego gestreichelt. 

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